13
Aug
2015

UN warnt vor Australiens Eishandel



Australien- Der Konsum von Ice (kristallines Methamphetamin) ist laut einem SBS-Bericht bei den über 14-Jährigen um 50 Prozent gestiegen, im Vergleich zu nur 22 Prozent im Jahr 2010. Daraufhin warnten die Vereinten Nationen das Land vor mexikanischen Kartellen, die es zum Ziel haben, mehr illegale Drogen einzuführen.

Das UN-Büro für Drogen- und Verbrechensbekämpfung berichtet, dass die Kartelle, die am Drogenhandel beteiligt sind, Partner im Land Down Under suchen. Laut dem UNODC-Regionalbeauftragten Jeremy Douglas konzentrieren sich die transnationalen kriminellen Banden auf synthetische Drogen und das sollte von den Regierungen als Herausforderung gesehen werden.

SBS berichtete, dass ein australischer Senatsausschuss einen dramatischen Anstieg der geschmuggelten Eismenge im laufenden Steuerjahr (2,9 Tonnen) gegenüber 2014 (1,8 Tonnen) festgestellt hat. Aus denselben Nachrichten geht hervor, dass China die Hauptquelle für den Meth-Nachschub in Australien ist.

Im Jahr 2013 wurden in der gesamten asiatischen Region 42 Tonnen Crystal Meth beschlagnahmt, im Jahr 2008 waren es noch 11 Tonnen. Neben China, wo 2012-2013 über 1,2 Tonnen Eis beschlagnahmt wurden, gehören auch Thailand und Hongkong zu den Meth-Quellen.

Sowohl Australien als auch Neuseeland wurden als Schlüsselmärkte für Produkte in Tablettenform im Meth-Handel erkannt. Neben Meth hat auch der asiatisch-pazifische Raum einen wachsenden Anteil am globalen Ecstasy-Markt, wobei die Importe aus Westeuropa, Asien, Südamerika und Südafrika kommen.

Der Geschäftsführer der Australian Crime Commission, Chris Dawson, sagte, dass Methylamphetamin in allen Bundesstaaten und Territorien Verwüstungen anrichtet und Familien, Gemeinden und Leben ruiniert. Er räumte zwar ein, dass der Meth-Handel das Hauptproblem sei, aber die Rekordzahl der Verhaftungen im Zusammenhang mit Kokain, amphetaminartigen Aufputschmitteln, Steroiden und Halluzinogenen sei ebenfalls alarmierend. Im Rahmen dieser Entwicklungen wird die Abbott-Regierung 20 Millionen Dollar (2015-2016) in die Erneuerung der nationalen Drogenkampagne investieren, um die Konsumenten davon abzuhalten, sich illegale Drogen zu beschaffen, und sie gleichzeitig zu sensibilisieren.

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