9
Mai
2015

Halluzinogenes Gebräu verspricht eine neue Behandlung von Depressionen, wie ein erster Versuch zeigt



Forscher der Universität von Sao Paolo kamen nach einer ersten Studie mit dem halluzinogenen Kraut
ayahuasca
,‘ zu dem Schluss, dass das Gebräu antidepressiv wirkt.

Ayahuasca ist ein jahrhundertealtes Kraut aus Dschungelreben und -sträuchern, das laut Scientific American in religiösen und spirituellen Zeremonien verwendet wurde.

Das Gebräu zeigt vielversprechende Ergebnisse bei der Behandlung von Depressionen, vor allem bei Menschen, die auf herkömmliche Medikamente nicht gut ansprechen.

In der Studie fühlten sich die Patienten schon nach ein paar Stunden besser als bei herkömmlichen Medikamenten, deren Wirkung normalerweise erst nach ein paar Wochen einsetzt. Das Beste daran ist, dass die positiven Effekte drei Wochen lang anhielten, während die psychedelischen Wirkungen innerhalb von fünf Stunden nachließen.

Aber wie funktioniert Ayahuasca überhaupt? Die Forschung zeigt, dass es sofortige und dauerhafte Erleichterung bei depressiven Symptomen bringt und genau wie andere Antidepressiva die Konzentration des stimmungsaufhellenden Neurotransmitters (Serotonin) im Gehirn verändern kann.

Laut Dr. Brian Anderson, einem Psychiater, der zwar nicht an dieser Studie, aber an seinen eigenen medizinisch-anthropologischen Forschungen über das Kraut beteiligt war, ist dies ein Bereich, der unbedingt weiter bearbeitet und ernsthaft untersucht werden muss. Es bestehe ein Bedarf an wirksamen Behandlungen, die kurzfristig wirken könnten, fügte er hinzu. Und viele der aktuellen Depressionsbehandlungen brauchen Wochen, um angewendet zu werden, schloss er. (Denk an Tabletten oder Psychotherapien).

Anderson sagte auch, dass die chemischen Verbindungen von Ayahuasca wie herkömmliche Antidepressiva den Serotoninspiegel im Gehirn zu verändern scheinen, eine Art Neurotransmitter, der die Stimmung reguliert.

In einem ähnlichen Artikel hob Popular Science hervor, dass es sich um eine Studie mit nur sechs Teilnehmern und keiner Placebogruppe handelte, die „nur ein Körnchen Salz“ enthielt.

Sie wies aber auch darauf hin, dass weitere Studien – eine viel größere Gruppe an der Bundesuniversität von Rio Grande do Norte – noch in diesem Jahr abgeschlossen werden sollen.

Sieht vielversprechend aus, aber mit Ayahuasca und der Behandlung von Depressionen wird definitiv noch mehr kommen und das ist etwas, worauf man sich freuen kann. Mehr zu dieser Nachricht findest du bald in diesem Blog.

Bildnachweis: Vibration of Awesome

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